Geschlecht erkennen: Ein glückliches Paar schaut sich das Ultraschallbild an.

Viele Schwangere fiebern dem Moment entgegen, wenn das Geschlecht ihres Babys im Ultraschall erkennbar ist. Aber ab wann ist das Geschlecht im Ultraschall eigentlich erkennbar? Und lässt sich das Geschlecht eindeutig bestimmen?

Ab wann ist das Geschlecht im Ultraschall erkennbar?

Obwohl das Geschlecht deines Babys schon bei der Zeugung feststeht, musst du dich noch etwas gedulden, bis du erfährst, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Denn bis zur 7. SSW sind Mädchen und Jungen nicht voneinander zu unterscheiden. Erst ab der 8. SSW beginnen sich bei Jungen die Hoden auszubilden und ab der 10. SSW entwickeln sich bei Mädchen die Eierstöcke. Ab der 12. SSW sind die Geschlechtsteile dann so weit angelegt, dass man das Geschlecht erkennen kann.

Das heißt aber nicht, dass dein Frauenarzt dir beim ersten Ultraschall mit absoluter Sicherheit sagen kann, ob du ein Mädchen oder einen Jungen bekommst. Erst ab dem zweiten Ultraschall zwischen der 19. SSW und der 22. SSW kann das Geschlecht deines Babys mit größerer Sicherheit bestimmt werden.

Lässt sich das Geschlecht im Ultraschall eindeutig bestimmen?

Du solltest dich allerdings nicht zu früh freuen. Denn die Bestimmung des Geschlechts ist nicht immer einfach und ist fehleranfällig. Nicht nur, weil es Übung bedarf, um auf einem Ultraschall das Geschlecht zu erkennen. Auch, weil dein Baby dazu mitspielen muss. Denn, wenn dein Bauchzwerg beim Ultraschall die Genitalien mit Händen und Füßen bedeckt, kann der Frauenarzt das Geschlecht nicht erkennen. Da hilft nur Bewegung, um deinen Bauchbewohner zu animieren, die Position zu wechseln. Sollte das nicht helfen, bleibt dir nichts anderes übrig, als auf den nächsten Ultraschalltermin zu warten.

Mit hundertprozentiger Sicherheit lässt sich das Geschlecht deines Babys nur mithilfe von Methoden der Pränataldiagnostik feststellen. Dazu gehört zum Beispiel der NIPT, die Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung. Allerdings werden diese Methoden nur durchgeführt, wenn sie medizinisch notwendig sind. Zum Beispiel bei vorliegenden Erbkrankheiten oder einer Risikoschwangerschaft.

Geschlechtsbestimmung ab der 15. SSW

Auch, wenn dein Frauenarzt das Geschlecht schon früh erkennt, darf er es dir erst ab der 15. SSW verraten. Das ist im Gendiagnostikgesetz festgelegt und dient dem Schutz von Neugeborenen. Durch das Gendiagnostikgesetz soll nämlich verhindert werden, dass Babys aufgrund ihres Geschlechts abgetrieben werden. Denn das gehört in einigen Kulturen leider zur Realität.

Wusstest du, dass...?

Die Chance, dass du einen Jungen bekommst ist etwas höher

In Deutschland kommen im Schnitt 1055 Jungen pro 1000 Mädchen zur Welt. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Jungen bekommst, mit etwa 51 % etwas höher.

Weitere Methoden zur Geschlechtsbestimmung

Es gibt auch andere Methoden, die dir verraten, ob du einen Jungen oder ein Mädchen erwartest.

Nub-Theorie: Ein Ultraschallbild eines Jungen
Laut der Nub-Theorie ist das ein Junge.

NUB-Theorie

Die Genitalien deines Babys entwickeln sich schon relativ früh in der Schwangerschaft. Zwischen der 6. SSW und 7. SSW entsteht zwischen den Beinen deines Babys ein kleiner Knubbel, im Englischen „Nub“. Dieser Knubbel entwickelt sich in den nächsten Wochen zu einem Penis oder einer Vagina weiter. Ab der 11. SSW kann man Mädchen und Jungen dann anhand des Winkels des Knubbels zur Wirbelsäule unterscheiden.

Nub-Theorie: Ultraschallbild eines Mädchens.
Laut der Nub-Theorie ist das ein Mädchen.

Steht der Knubbel in einem Winkel von über 30 Grad ab, ist es wahrscheinlich, dass du einen Jungen bekommst. Ist der Winkel kleiner als 30 Grad wird es vermutlich ein Mädchen. Die Nub-Theorie klingt allerdings einfacher als sie ist.
Wie genau die Voraussage mithilfe der Nub-Theorie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel:

  • Der Erfahrung deines Frauenarztes
  • Der Haltung deines Babys im Bauch
  • Der Schwangerschaftsdauer

Ungewöhnliche Methoden zur Geschlechtsbestimmung

Außerdem gibt es eine Vielzahl von unwissenschaftlichen Methoden, mit denen du das Geschlecht deines Babys voraussagen können sollst. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Der chinesische Empfängniskalender: Der chinesische Empfängniskalender berechnet das Geschlecht deines Babys mit Hilfe deines Mondalters.
  • Die Bauchform: Anhand der Form deines Babybauchs, soll man das Geschlecht deines Babys erkennen können. Demnach erwarten Frauen, die den Bauch tief tragen ein Mädchen. Sitz der Babybauch tief, soll es ein Junge werden.
  • Gelüste: Außerdem sollen Gelüste das Geschlecht deines Babys verraten. Hast du in der Schwangerschaft Heißhunger auf salzige Nahrungsmittel? Dann soll es ein Junge werden. Lässt dir Süßes das Wasser im Mund zusammen laufen, soll es ein Mädchen werden.

Diese Methoden sind zwar absolut nicht aussagekräftig, bieten aber eine Basis für spannende Spekulationen.

Junge oder Mädchen?

Hast du dich auf einen Jungen gefreut und es ist doch ein Mädchen? Dann ist es normal, dass du zunächst überrascht oder vielleicht sogar enttäuscht bist, wenn dein Baby ein anderes Geschlecht hat, als du erwartet hast. Diese erste Enttäuschung legt sich jedoch schnell. Sobald du dein Neugeborenes in den Armen hältst, ist das Geschlecht ganz egal.

Um dich auf mögliche Überraschungen vorzubereiten, können dir diese Tipps helfen.

  • Suche mehrere Namen: Lege dich nicht auf einen Namen fest. Suche am besten drei Mädchennamen und drei Jungennamen aus. Oder wie wäre es mit geschlechtsneutralen Unisex-Namen? Sicher findest du den passenden Namen in unserem Namenstool.
  • Die Babyparty: Feiere statt einer Gender Reveal Party mit rosa oder blauer Torte lieber eine Babyparty.
  • Lege dich farblich nicht fest: Kaufe nicht nur rosa oder blaue Babykleidung, sondern auch andere Farben für die Erstausstattung.

Möchtest du das Geschlecht deines Babys schon vor der Geburt wissen? Oder lässt du dich lieber überraschen? Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Bleibe allerdings offen und versteife dich nicht auf die Idee, dass du einen Jungen oder ein Mädchen bekommst. Die Chancen sind schließlich 50/50.

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