Chinesischer Geschlechtskalender - Chinesischer Empfängniskalender - wird es ein Junge oder Mädchen? - schwangere Frau mit Tochter die sich auf den Nachwuchs freuen

Wenn du schwanger bist, möchtest du wahrscheinlich wissen, ob dein Baby ein Mädchen oder Junge wird. Es gibt allerlei Tests und Ammenmärchen, die das Geschlecht des Babys vorhersagen. Ein berühmtes Beispiel ist der chinesische Geschlechtskalender. Aber wie funktioniert der Kalender und ist er überhaupt zuverlässig?

Was ist der chinesische Empfängniskalender?

Das Wahrsagen gehört schon seit Jahrhunderten zum Alltag vieler Chinesen, die von dem Blick in die Zukunft profitieren wollen. Eine Methode der Wahrsagerei soll sogar das Geschlecht eines Babys vor der Geburt bestimmen können. Ganz ohne Ultraschall.

Dieser Kalender, auch chinesischer Mondkalender genannt, orientiert sich an den Mondphasen und dem Mondalter der werdenden Mama. Er wird seit Jahrhunderten genutzt, um das Geschlecht von Babys schon vor der Geburt vorherzusagen.

Wie funktioniert der chinesische Empfängniskalender?

Um den chinesischen Kalender verwenden zu können, musst du zuerst dein chinesisches Alter bestimmen. In China wird ein anderer Kalender, und zwar der Mondkalender, benutzt. Zudem wird die Zeit, die ein Baby im Mutterleib ist, zu dem Mondalter hinzugefügt. Daher sind in China Babys bei der Geburt bereits 1 Jahr alt.

Mit dem folgenden Rechner kannst du dein chinesisches Alter berechnen. Gib dafür einfach dein Geburtsdatum ein:



Nachdem du dein chinesisches Alter festgestellt hast, kannst du anhand der folgenden Tabelle voraussagen, ob du ein Mädchen oder einen Jungen erwartest.

Suche auf der linken Seite dein chinesisches Alter und gehe dann auf der rechten Seite zu dem Monat der Befruchtung. Die Farbe des Feldes zeigt an, ob du eine höhere Chance auf ein Mädchen oder einen Jungen hast.

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Wie verlässlich ist der chinesische Geschlechtskalender?

Über die Verlässlichkeit des Kalenders wird viel diskutiert. Manche glaube daran, andere zweifeln und halten ihn für Unsinn. Der Kalender ist keine wissenschaftliche Methode, um das Geschlecht deines Babys zu bestimmen. Nach einer Studie ist der Kalender allerdings zu 70 % akkurat.

Interessanterweise spielt der Mann bei diesem Kalender, und damit dem Geschlecht des Nachwuchses keine Rolle. Denn nur das Mondalter der Frau und der Monat der Empfängnis werden in Erwägung gezogen.

Die Geschichte des chinesischen Empfängniskalenders

In China werden schon seit Jahrhunderten Jungen als Nachfahren bevorzugt. Der Grund dafür ist, dass die chinesische Gesellschaft auf einem patriarchalischen System beruht. Das heißt, dass Väter und Söhne nicht nur die Familie, sondern auch die Wirtschaft und Politik kontrollieren und repräsentieren. Besonders durch die Ein-Kind-Politik, die im Jahr 1980 eingeführt wurde, bevorzugen Chinesen auch heute eher Jungen als Nachwuchs.

Für die Chinesen ist daher wichtig, das Geschlechts des Nachwuchses schon vor der Empfängnis beeinflussen zu können. Ein Kalender, der 1972 in einer Taiwanesischen Zeitung veröffentlicht wurde, zeigt wie dies in Zeiten vor Ultraschall und Bluttests gemacht wurde.

Um die Entstehung des chinesischen Empfängniskalenders gibt es viele Mythen und es ist nicht belegt wie dieser wirklich entstanden ist. Nach einer Legende wurde der Kalender zu Beginn der Qing-Dynastie (1644-1912) erfunden. Der Kalender wurde mithilfe des I Ging (易 經; Das Buch der Wandlungen) erstellt.

Da es für die kaiserliche Familie in China wichtig war männlichen Nachwuchs zu zeugen, um das Patriarchat aufrechtzuerhalten, wurde der Kalender ausschließlich für den kaiserlichen Palast erstellt. Das Dokument, auf dem der Kalender abgebildet ist, wurde angeblich über dreihundert Jahre im Qing Palast aufbewahrt und der Öffentlichkeit vorenthalten. Gegen Ende der Qing Dynastie gab es während eines Aufstandes mehrere Rebellionen und viele Schätze wurden aus den Palästen geraubt.

Durch Umwege über England und Österreich kehrte das mysteriöse Dokument wieder in sein Heimatland zurück. Im Jahr 1972 wurde der Kalender erstmals veröffentlicht und seitdem ist der Kalender eine beliebte Methode, um das Geschlecht des Nachwuchses zu bestimmen.

Andere Möglichkeiten, um das Geschlecht deines Babys zu bestimmen

Wenn du wissen möchtest, ob du eine Tochter oder einen Sohn bekommst, dann kannst du dies durch eine Fruchtwasseruntersuchung oder einen Ultraschall in der 20. SSW erfahren.

Falls du allerdings sehr neugierig bist, und nicht so lange warten willst, kannst du mit bestimmten Methoden schon vorher vorhersagen, ob du ein Mädchen oder Jungen bekommen wirst. Der chinesische Empfängniskalender ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten.

Weitere Möglichkeiten, um das Geschlecht deines Babys vorherzusagen:

  • Pendeln: Befestige einen Ring an einer Schnur und lasse ihn über deinen Bauch kreisen. Dreht sich das Pendel im Kreis? Dann bekommst du ein Mädchen. Bewegt sich das Pendel hin und her? Dann wird es ein Junge.
  • Heißhungergelüste: Viele Frauen berichten, dass sie während der Schwangerschaft mit einem Mädchen mehr Lust auf Süßes hatten. Hast du eher Heißhunger auf Salziges? Das spricht für einen Jungen.
  • Bauch: Es wird gesagt, dass das Geschlecht eines Babys auch am Bauch zu erkennen ist. Wenn dein Bauch hoch und breit ist, spricht das für ein Mädchen. Ein tiefer und nach vorne gewölbter Bauch soll auf einen Jungen hindeuten.
  • Haut und Haare: Der Zustand von Haut und Haaren wird oft mit dem Geschlecht des Babys in Verbindung gebracht. Hast du während der Schwangerschaft vermehrt Akne und stumpfes Haar? Dann wird es ein Mädchen. Hast du dagegen einen sogenannten Schwangerschaftsglow, also strahlende Haut, dann soll es ein Junge werden.

Diese Methoden sind mit einem Augenzwinkern zu sehen und sind keine Garantie, dass das Ergebnis tatsächlich stimmt. Aber es macht natürlich Spaß diese altertümlichen Methoden auszuprobieren.

Tipp: Diese Methoden eignen sich bestens für eine Baby-Party. Notiere die Ergebnisse, damit du beim Ultraschall oder bei der Geburt sehen kannst, wie akkurat diese Methoden und die Wahrsagerei sind.