Doula Hebamme hilft Paar eine geburtsposition zu finden. Schwangere sitzt auf dem Bett vor ihrem Partner

Das Wort "Doula" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Dienerin“. Heutzutage wird der Begriff Doula für eine Geburtsbegleiterin verwendet. Was genau ist eine Doula und was kannst du von ihr erwarten?

Was ist eine Doula?

Eine Doula ist eine Geburtsbegleiterin, die dich bei allen nicht-medizinischen Aspekten deiner Schwangerschaft und Geburt unterstützen kann. Sie begleitet dich während deiner Schwangerschaft und betreut dich während der Geburt. Du kannst ihr Fragen stellen, sie wird dich während der Geburt unterstützen und fängt dich auf, wenn eben nicht alles nach Plan läuft.

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Ausbildung Doula

Eine Doula ist medizinisch nicht ausgebildet. Aber dafür hat sie selbst viel Erfahrung. Um Doula werden zu können, muss sie mindestens 25 Jahre alt sein und mindestens ein Kind zur Welt gebracht hat. Hinzu kommen eine Doula-Ausbildung und etliche Stunden Eigenstudium.

Was ist die Aufgabe einer Doula?

Eine Doula unterstützt dich während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett. Sie ist nicht medizinisch ausgebildet und trifft keine medizinischen Entscheidungen. Diese bleiben weiterhin in den Händen von Hebammen und Frauenärzten. Die Aufgaben einer Doula sind von Person zu Person unterschiedlich. Es gibt jedoch eine Reihe von „grundlegenden Aufgaben“.

Was macht die Doula während der Schwangerschaft

Schon während der Schwangerschaft lernst du deine Doula kennen und führst mit ihr Gespräche. Normalerweise hast du während der Schwangerschaft zwei bis drei Treffen mit ihr. Bei diesen Treffen lernt ihr euch gegenseitig kennen und du kannst mit ihr über deine Wünsche und Ängste sprechen. Wenn du zwischendurch Fragen hast, ist deine Doula im Normalfall auch per E-Mail oder Telefon erreichbar. Wenn du einen Geburtsplan erstellen willst, kann sie dir dabei helfen und mit dir deine Wünsche besprechen. Einige Doulas bieten auch Schwangerschaftskurse an, zum Beispiel HypnoBirthing.

Was macht die Doula während der Geburt

Circa 14 Tage vor und nach dem errechneten Geburtstermin ist deine Doula 24 Stunden am Tag für dich erreichbar. Bei den ersten Anzeichen von Wehen wird sie zu dir kommen und dich bis zur Geburt deines Babys begleiten. Während der Geburt wird sie alles tun, was nötig ist, um dir die Geburt zu erleichtern. Egal, ob es sich um Atemübungen, Massagen oder das Geben von Trinken handelt. Deine Doula ist ausschließlich um dein Wohl bemüht.

Was macht die Doula nach der Geburt?

Während des Wochenbettes kommt die Hebamme zu dir. Eine Doula kann zusätzliche nicht-medizinische Hilfe leisten. Da sie so intensiv an deiner Schwangerschaft und Geburt beteiligt war, kannst du mit ihr über deine Ängste, Probleme oder den Baby-Blues sprechen. Dies kann dir helfen, um dich emotional von der Geburt zu erholen. Normalerweise kommt deine Doula nach der Geburt noch 1- bis 2-mal zu dir, um mit dir zu reden und die Geburt aufzuarbeiten.

Wann sucht man eine Doula?

Sobald du weißt, dass du schwanger bist, solltest du mit der Suche nach deiner Doula beginnen. Manche Frauen tun dies schon vor der Schwangerschaft, andere erst einige Tage vor der Geburt. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, zu dem du dich auf die Suche nach einer Doula machen solltest. Dies ist unter anderem auch von deinem Wohnort und der Anzahl der Doulas in deiner Umgebung abhängig.

Was kostet eine Doula?

Da es sich bei Doulas um einen freien Beruf handelt, kann jede Doula ihr Honorar selbst festlegen. Außerdem sind die angebotenen Dienstleistungen von Person zu Person unterschiedlich. Das wiederum hat Einfluss auf den Preis. Im Durchschnitt kostet die Betreuung durch eine Doula zwischen 900 € und 2.000 €. Diese Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und müssen von dir privat bezahlt werden.

Die Rolle des Partners bei der Entbindung

Wenn du einen Partner hast, befürchtest du vielleicht, dass eine Doula ihm oder ihr in die Quere kommen könnte. Aber keine Sorge, das ist in der Regel nicht der Fall. Denn im besten Fall bilden dein Partner und die Geburtsbegleiterin ein Team, das dich bestmöglich unterstützt. Da die Doula die praktischen Aufgaben übernimmt, kann sich dein Partner so mehr auf deine Bedürfnisse konzentrieren.

Gründe für eine Doula?

Du weißt am besten, ob eine Doula zu dir passt. Manche Frauen wollen während der Geburt nur den Partner oder eine vertraute Person dabei haben. Wenn du dich für eine Geburtsbegleiterin entscheidest, kann das verschiedene Gründe haben:

  • Du willst jemanden, der ständig an deiner Seite ist. Es kann passieren, dass die Hebamme ab und zu auch nach anderen Gebärenden schauen muss und du während der Wehen allein bist. Eine Doula hingegen bleibt ständig an deiner Seite, um dich zu unterstützen.
  • Du hast Angst vor der Entbindung. Vielleicht ist es dein erstes Baby oder du hast ein Geburtstrauma. Wenn du Angst vor der Geburt hast, möchtest du vielleicht jemanden an deiner Seite, der alles tut, damit die Entbindung reibungslos verläuft.
  • Du bist allein. Wenn du keinen Partner oder keine Familie/Freunde um dich hast, kann eine Doula dir zusätzliche Unterstützung bieten. Auf diese Weise hast du weniger das Gefühl, dass du alles allein schaffen musst.
  • Dein Partner ist aufgeregt. Eine Doula kann nicht nur dich unterstützen und dir helfen, dich zu entspannen, sondern auch deinem Partner. Auf diese Weise werdet ihr die Geburt bewusster wahrnehmen.

Wo finde ich eine Doula?

Doulas werden immer beliebter, sodass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass es auch in deiner Nähe eine gibt. Im Internet gibt es Listen von Geburtsbegleiterinnen mit Wohnort. So kannst du einfach und unkompliziert mit deiner Wunschdoula Kontakt aufnehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Doula und Hebamme?

Eine Doula ist kein Ersatz für eine Hebamme. Denn die Doula hat keine medizinische Ausbildung und darf daher keine medizinischen Entscheidungen treffen. Die Hebamme oder dein Frauenarzt betreut dich während deiner Schwangerschaft und Geburt im medizinischen Bereich. Sie prüft, ob dein Baby richtig wächst, und behält deine Gesundheit im Auge. Nach der Geburt übernimmt die Hebamme deine medizinische Genesung und die deines Babys.

Eine Doula hingegen ist mehr für die emotionalen Belange zuständig und um dich bei der Einhaltung deiner Wünsche zu unterstützen. Sie ist deine Vertrauensperson und für alle erste Ansprechpartnerin für Ängste, Sorgen und Wünsche.

Tipps für die Auswahl einer Doula

Die Wahl einer Doula ist sehr persönlich. Das Wichtigste ist, dass es zwischen euch „Klick“ macht und dass du ihr vollkommen vertraust. Die folgenden Tipps können dir bei der Wahl helfen:

  • Vereinbare ein Kennenlernen. Auf diese Weise könnt ihr euch gegenseitig kennenlernen und sehen, ob es bei euch „Klick“ macht. Wenn du dich nach diesem Treffen nicht gut aufgehoben fühlst, bist du nicht verpflichtet, die Doula zu nehmen. Denn das Wichtigste ist, dass du dich bei ihr vollkommen sicher fühlst.
  • Denke an die Fahrtzeit. Du solltest bei der Auswahl der Doula auf die Fahrtzeit achten. Wähle daher am besten eine Doula, die weniger als eine Stunde Fahrtzeit zu deiner Wohnung hat. So kannst du dir sicher sein, dass sie pünktlich da ist, wenn die Wehen stärker werden.
  • Schreibe Fragen und Zweifel auf. Notiere dir vor dem ersten Gespräch deine wichtigsten Fragen und eventuelle Zweifel. Auf diese Weise kannst du dir sicher sein, dass du alle Fragen beantwortet bekommst und nichts vergisst.
  • Nimm deinen Partner mit zum Kennenlernen. Die Doula ist nicht nur für dich wichtig, sondern auch für deinen Partner. Immerhin teilt ihr einen sehr Wichtigen Meilenstein in eurem Leben. Daher ist es auch wichtig, dass dein Partner bei der Wahl der Doula ein gutes Gefühl hat.
  • Führe das Kennenlerngespräch bei dir zu Hause. Dann bist du in einer vertrauten Umgebung, in der du dich wohlfühlst. Das kann dir dabei helfen, dich zu entspannen und dich vollkommen auf das Gespräch und dein Gefühl zu konzentrieren.