Ein Paar tröstet sich, nachdem sie erfahren haben, dass sie mit einem Windei schwanger waren.

Nach der Befruchtung der Eizelle, entsteht eine Fruchthöhle in der Gebärmutter, in der normalerweise ein Embryo heranwächst. Bei einem Windei, bleibt diese Fruchthöhle allerdings leer. Was das für dich bedeutet und wie ein Windei behandelt wird, haben wir für dich zusammengefasst.

Schwangerschaft mit Windei

Wenn du mit einem Windei, einem sogenannten Abortivei schwanger bist, hast du einen positiven Schwangerschaftstest, bist aber nicht schwanger. Aber wie kann das sein? In diesem Fall hat zwar die Befruchtung stattgefunden und die Eizelle hat sich in der Gebärmutter eingenistet, es entwickelt sich aber kein Embryo in der Fruchthöhle.

Die Ursache dafür ist oft eine Chromosomenstörung, die die Entwicklung der Eizelle stört. Dadurch wächst in der Fruchthöhle kein Embryo heran. Leider bedeutet das, dass diese Schwangerschaft beendet werden muss. Das Windei, die Blasenmole und die Eileiterschwangerschaft gehören zu den drei häufigsten Gründen für eine Fehlgeburt im 1. Trimester.

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Was ist ein Windei?

Ein Windei entwickelt sich aufgrund von Chromosomenstörungen, die bei der Befruchtung der Eizelle entstehen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Spermium eine Eizelle befruchtet, die keine mütterliche Erbinformation enthält. Die Eizelle nistet sich zwar in der Gebärmutterschleimhaut ein, kann sich aber nicht weiterentwickeln. Die Fruchthöhle bleibt also leer, da kein Embryo heranwächst.

Ein weiterer Grund dafür, dass sich ein Windei entwickelt, ist zum Beispiel eine Unterversorgung mit Sauerstoff oder Nährstoffen. Auch dadurch kann sich der Embryo nicht entwickeln.

Deinem Körper wird dennoch signalisiert, dass du schwanger bist, da Schwangerschaftshormone wie hCG produziert werden. Diese Hormone sorgen nicht nur für einen positiven Schwangerschaftstest, sondern auch für die typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Schwindel.

Windei Symptome

Ob es sich nach einem positiven Schwangerschaftstest um ein Windei oder eine intakte Schwangerschaft handelt, kann dein Frauenarzt erst im Ultraschall ab der 6. SSW feststellen. Denn neben den klassischen Schwangerschaftsanzeichen verursacht ein Windei keine typischen Symptome. Aber keine Angst, denn ein Windei entwickelt sich nur bei etwa 5 Prozent der Schwangerschaften.

Erst, wenn das Windei sich von der Gebärmutterschleimhaut ablöst kannst du Symptome wie Krämpfe und Blutungen bekommen.

Tipp

Wenn dein Frauenarzt beim ersten Ultraschall keinen Embryo entdecken kann, heißt das nicht zwangsläufig, dass es sich um ein Windei handelt. Denn der Embryo kann sich an einer Stelle eingenistet haben, an der er im Ultraschall nicht so einfach zu finden ist. Wenn die Fruchthöhle auch beim nächsten Ultraschall noch leer ist, handelt es sich sicher um ein Windei, das entfernt werden muss.

Risiken eines Windeis

Wenn ein Windei nicht vollständig abgeht und Gewebereste in der Gebärmutter verbleiben, kann das ernste Folgen haben. Denn die Gewebereste können zum Beispiel eine Infektion der Gebärmutter verursachen. Außerdem kann sich aus einem Windei auch eine Blasenmole entwickeln. Eine Blasenmole ist unkontrolliert wachsendes Gewebe, das sich im schlimmsten Fall zu einem Krebs, einem sogenanntenChorionkarzinom, entwickeln kann.

Wie wird ein Windei behandelt?

Es kann sein, dass du den Abgang des Windeis gar nicht bemerkst. Denn die meisten Windeier gehen innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft von allein ab. Je nachdem, wie lange das Windei in der Gebärmutter verbleibt, bemerkst du vielleicht gar nicht, dass du schwanger warst. Denn das Windei wird oft unbemerkt mit der nächsten Periode ausgestoßen. Wahrscheinlich nimmt du diese Blutung dann lediglich als verspätete Periode war.

Es kann aber auch sein, dass das Windei sich nicht von selbst oder nur unvollständig von der Gebärmutterschleimhaut löst. Dann wird dir dein Frauenarzt wahrscheinlich ein Medikament zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut oder einer Ausschabung, einer sogenannten Abrasio, raten, um das Windei vollständig zu entfernen. Wurde das Windei komplett aus der Gebärmutter entfernt, wird deine Periode in vier bis acht Wochen wieder einsetzen.

Schwanger nach einem Windei

Glücklicherweise hat ein Windei normalerweise keine Auswirkungen auf spätere Schwangerschaften. Du kannst also erneut schwanger werden, sobald deine Periode wieder eingesetzt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch in einer Folgeschwangerschaft ein Windei bildet, ist sehr gering. Lass dich also von einem Windei nicht entmutigen. Mit etwas Geduld wirst du dein Baby wahrscheinlich bald in den Armen halten können.