Temperatur Baby: Neugeborenes schläft eingewickelt in eine Decke.

Eine normale Körpertemperatur liegt bei Babys zwischen 36,5°C und 37,5°C. Wenn Erwachsenen zu warm oder zu kalt ist, reagiert der Körper mit Schwitzen oder Zittern. Dein Baby kann seine Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Es braucht dafür deine Hilfe. In diesem Artikel kannst du lesen, wie du Babys Temperatur kontrollierst und was du tun kannst, damit deinem Baby immer mollig warm ist.

Körpertemperatur Neugeborene

Die Körpertemperatur können Neugeborene noch nicht selbst beeinflussen. Das lernen sie erst nach der Geburt. Während deiner Schwangerschaft, hat es dein Baby in der Gebärmutter mollig warm. Das Fruchtwasser überträgt deine Körperwärme an dein Baby und es muss nichts dafür tun, um warm zu bleiben.

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Wenn dein Baby auf die Welt kommt, muss es erst lernen wie es Temperaturunterschiede ausgleichen kann. Das lernt dein Baby in den ersten 8. Wochen nach der Geburt. Aber auch danach solltest du auf die Temperatur deines Babys achten. Denn bis zum zweiten Lebensjahr braucht dein Baby deine Unterstützung um, die Körpertemperatur zu halten und zu regulieren.

Dein Körper reagiert auf Temperaturunterschiede mit Zittern oder Schwitzen. Das kann dein Baby noch nicht. Denn die Schweißdrüsen deines Babys sind nach der Geburt noch nicht ausgebildet. Der Körper deines Schatzes kann sich noch nicht selbst abkühlen. Auch Warmhalten kann dein Baby sich noch nicht selbst. Babys verlieren sehr viel Wärme über die Haut, besonders über den Kopf. Dein Baby muss also immer gut eingepackt sein, damit die Wärme gespeichert wird.

Wie du Babys Temperatur überprüfst

Die Temperatur deines Babys richtig einzuschätzen ist besonders am Anfang nicht immer leicht. Nach und nach wirst du lernen, wie du die Temperatur deines Babys überprüfen kannst.

Kalte Hände bei Babys sind nicht immer ein Anzeichen dafür, dass die Körpertemperatur zu niedrig ist. Das liegt daran, dass die Hände weniger stark durchblutet sind als zum Beispiel die Füße. Deshalb kannst du die Körpertemperatur deines Babys am besten im Nacken oder an den Beinen überprüfen. Eine normale Temperatur deines Babys sollte zwischen 36,5°C und 37,3°C liegen. Dabei ist es normal, dass dein Baby morgens eine niedrigere Körpertemperatur hat als am Abend.

Bitte aufpassen: Kontaktiere deinen Kinderarzt, wenn:

  • Die Temperatur deines Babys nicht steigt, obwohl du es wärmer angezogen hast.
  • Dein Baby eine Körpertemperatur von über 38°C hat und diese auch nach einer halben Stunde nicht sinkt, obwohl du dein Baby abgekühlt hast. Dann hat dein Schatz Fieber.

Wenn du dir unsicher bist, kannst du die Körpertemperatur deines Schatzes mit dem Fieberthermometer messen. Beachte dabei, dass bei Babys die Temperatur in den ersten drei Monaten rektal, das heißt im Po, gemessen werden sollte. Auch, wenn dein Baby als Frühchen oder mit Untergewicht geboren wurde, solltest du auf eine gleichbleibende Körpertemperatur achten und diese mehrmals am Tag überprüfen.

Tipp: Damit du die Temperatur deins Babys schnell und zuverlässig ablesen kannst, lohnt es sich ein spezielles Baby-Thermometer zu kaufen. Dieses Thermometer hat eine flexible Spitze und misst auch bei Zappelphilippen die Temperatur zuverlässig.

Damit dein Thermometer die Temperatur genau misst, solltest du keine Gels oder Ähnliches auf die Spitze auftragen.

So kannst du die Temperatur deines Babys beeinflussen

Wenn du merkst, dass deinem Baby zu warm oder zu kalt ist, gibt es einiges, was du dagegen tun kannst. So kannst du verhindern, dass dein Baby überhitzt oder friert.

Was du tun kannst, um dein Baby warm zu halten:

  • Viel Kuscheln: Wenn du viel mit deinem Baby kuschelst, gibst du Körperwärme an dein Baby ab. So ist deinem Baby im Handumdrehen wieder warm.
  • Mehrere Schichten: Ziehe dein Baby nach dem Zwiebelprinzip an. Das heißt, dass du deinem Baby mehrere dünne Lagen übereinander anziehst. Ist deinem Baby zu kalt, ziehst du ihm eine Lage extra an. Ist deinem Baby zu warm, kannst du ihm eine Lage ausziehen. So kannst du schnell auf Temperaturunterschiede reagieren.
  • Raumtemperatur erhöhen: Die ideale Raumtemperatur für dein Baby liegt bei etwa 24°C. Das empfindest du wahrscheinlich als relativ warm. Dein Baby, wird sich bei dieser Temperatur jedoch pudelwohl fühlen. Aber auch, wenn der Raum 22°C oder 23°C warm ist, ist das für dein Baby eine gute Temperatur. Merkst du, dass dein Baby friert, kannst du die Raumtemperatur etwas erhöhen. Nachts sollte das Schlafzimmer etwa 18°C haben.
  • Wickeln mit Wärmelampe: Wenn dein Baby nackt auf dem Wickeltisch liegt, kann es schnell auskühlen. Besonders, wenn du dein Baby nach einem warmen Bad wickelst, solltest du es unter einer Wärmelampe wickeln. Gerade bei Winterbabys lohnt sich eine Wärmelampe. So ist der Temperaturunterschied für dein Baby nicht so groß und die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Baby erkältet, sinkt.
  • Baby gut einwickeln: Wenn dein Baby friert, kannst du es pucken. So bleibt es schön warm.
  • Warmes Kirschkernkissen: Bevor du dein Baby ins Bettchen legst, kannst du das Bett mit einer angewärmten Wärmflasche oder einem Kirschkernkissen vorwärmen. Wenn du dein Baby ins Bett bringst, solltest du die Wärmequelle unbedingt aus dem Bett nehmen. Denn im Babybett sollte nur dein Baby schlafen, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes so klein wie möglich zu halten.

Was du tun kannst, um dein Baby abzukühlen:

  • Ausziehen: Wenn du merkst, dass dein Baby schwitzt, kannst du ihm eine Lage Babykleidung ausziehen und deinem Baby dadurch etwas Abkühlung verschaffen.
  • Baby öfter anlegen: Wenn dein Baby sich sehr warm anfühlt, solltest du es öfter anlegen. So bekommt dein Baby genügend Flüssigkeit. Außerdem verringerst du das Risiko, dass dein Baby dehydriert, also zu wenig Flüssigkeit aufnimmt.
  • Feuchter Waschlappen: Wenn dein Baby stark schwitzt, kannst du es mit einem feuchten Waschlappen etwas abtupfen. Du solltest jedoch nicht auf Kühlpads oder andere Alternativen zurückgreifen, da dein Baby sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede reagiert.

Die richtige Babykleidung für Babys Temperatur

Die Wahl der Babykleidung ist wichtig, da du damit schnell und einfach die Temperatur deines Babys beeinflussen kannst. Als Faustregel gilt, deinem Baby ziehst du eine Lage mehr an als dir, deinem Neugeborenen zwei Lagen mehr. Normalerweise ziehst du deinem Baby eine Windel, einen Body, ein T-Shirt, eine Hose oder ein Kleid oder einen Strampler, Socken und bei Neugeborenen eine Mütze an. Wenn du dein Baby anziehst, folgst du also dem Zwiebelprinzip. Bei Babys helfen mehrere dünne Schichten mehr als eine Dicke.

Das richtige Material für Babykleidung im Winter

Babykleidung sollte aus Naturfasern bestehen. Am besten eignen sich Materialien wie zum Beispiel Wolle, Seide und Baumwolle. Denn diese Naturfasern sind hautfreundlich, atmungsaktiv und können Feuchtigkeit gut aufnehmen. Außerdem solltest du darauf achten, dass die Babykleidung deinem Baby gut passt. Denn wenn dein Baby zu viel Spiel in der Kleidung hat, kann Wärme schneller entweichen.

Die meisten Neugeborenen, tragen in den ersten zwei Monaten die Babygröße 50 oder 56. Die Babykleidung aus Naturfasern, sind etwas teurer. Du kannst Babykleidung allerdings auch sehr gut zweite Hand kaufen. Besonders in den kleinen Größen sieht die Kleidung meistens wie neu aus.