Baby mit Storchenbiss lacht.

Viele Babys kommen mit einem Feuermal zur Welt. Der rote, unregelmäßige Fleck befindet sich oft im Nacken und wird deshalb im Volksmund als Storchenbiss bezeichnet. Aber was sind Feuermale eigentlich? Und müssen sie behandelt werden?

Was ist ein Storchenbiss?

Der Storchenbiss ist eine gutartige Hautveränderung und gehört zu den Feuermalen. Ein Feuermal, auch Naevus flammeus genannt, entsteht durch erweiterte Blutgefäße unter der Haut. Diese Blutgefäße sind an dieser Stelle erweitert, da die Verbindung mit den umliegenden Nervenzellen noch gestört oder noch nicht abgeschlossen ist. Dadurch werden Feuermale stärker durchblutet und es entsteht ein hellrosa bis dunkelroter Fleck.

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Aufgrund ihrer Farbe werden Feuermale umgangssprachlich oft als Portweinflecken bezeichnet. Sie treten oft auf Armen, Beinen, im Gesicht, Nacken oder im Steißbein auf. Sitzt das Feuermal im Nacken, handelt es sich um einen Storchenbiss. Auf der Stirn wird ein Feuermal oft als Engelskuss bezeichnet.

Wusstest du, dass...?

Etwa 60 bis 70 % der Babys werden mit einem Feuermal geboren

Storchenbisse und Mongolenflecken gehören zu den häufigsten Hautveränderungen von Babys nach der Geburt.

Ursache von Storchenbissen

Wie und warum ein Storchenbiss entsteht, ist nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten aber, dass der Storchenbiss aufgrund einer Fehlfunktion bei der Entwicklung des Nervensystems entsteht.

Symptome Storchenbiss

Feuermale sind medizinisch ungefährlich und verursachen in der Regel keine Symptome.

Diagnose Storchenbiss

Einen Storchenbiss kannst du direkt nach der Geburt deines Babys auf der Haut entdecken. In der Regel fällt er spätestens bei der U1 auf. Ein Storchenbiss liegt immer direkt auf der Körpermitte, also dem Nacken deines Babys. Deshalb gehört er, sowie der Engelskuss, zu den medialen Feuermalen.

Feuermale, die nicht in der Körpermitte liegen, gehören zu den lateralen Feuermalen. Dazu gehören zum Beispiel Feuermale auf den Armen und Beinen. Diese Feuermale wachsen oft mit deinem Baby mit und werden mit der Zeit größer. Sie können auf eine Fehlbildung von tiefer liegenden Blutgefäßen hinweisen.

Feuermal oder Blutschwamm?

Wenn du rote Flecken auf dem Steißbein, Armen, Beinen oder im Bereich der Augen deines Babys entdeckst, solltest du das mit deinem Kinderarzt besprechen. Denn dann muss abgeklärt werden, ob es sich um ein Feuermal oder Hämangiome handelt. Hämangiome, sogenannte Erdbeerflecken oder Blutschwämmchen, sind gutartige Tumore an den Blutgefäßen. Sie verschwinden zwar in der Regel von selbst wieder, können aber im schlimmsten Fall zu Problemen führen. Im Auge kann ein Hämangiom zum Beispiel zu Sehproblemen führen.

Behandlung eines Storchenbiss

Muss man einen Storchenbiss entfernen? In der Regel nein. Denn Storchenbisse sind ungefährlich und verschwinden innerhalb des ersten Jahrs von allein. Deshalb heißt es erst einmal abwarten. Sollte der Storchenbiss bei deinem Baby nicht verschwinden, ist das normalerweise kein Problem. Wenn es dich optisch stört, lässt sich ein Storchenbisse einfach unter den Haaren verstecken.

Hat dein Baby ein besonders großes Feuermal im Gesicht? Dann gibt es die Möglichkeit, das Feuermal mithilfe eines Lasers zu veröden, ohne umliegendes Gewebe zu verletzen. Dadurch verschwinden Feuermale in der Regel. Bei besonders großen Feuermalen muss dein Baby wahrscheinlich mehrmals behandelt werden.