Grasmilben: Mama spielt im Gras mit ihrem Baby.

Grasmilben-Bisse entstehen durch die Larven der Grasmilbe, die im Sommer an der Spitze von Grashalmen sitzen. In diesem Artikel erfährst du nicht nur, wie du Grasmilben-Bissen vorbeugen kannst, sondern auch, wie du sie erkennst und behandelst.

Was sind Grasmilben?

Grasmilben werden auch Herbstmilben oder Entenmilben genannt. Sie sehen aus wie kleine Spinnen und gehören zur Familie der Spinnentiere. Wie ihr Name schon vermuten lässt, ist der Lebensraum der Grasmilbe die Wiese. Während sich die erwachsenen Tiere von Pflanzensäften ernähren, leben die Larven parasitär. Das heißt, dass sie sich einen Wirt suchen und sich von dessen Zellgewebe ernähren. Besonders oft sind davon zum Beispiel Hunde und Menschen betroffen.

Die Larven sind nur etwa 0,2 mm groß und haben einen orange-roten Körper. Mit dem bloßen Auge sind sie auf dem Rasen nicht zu erkennen.

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Grasmilben-Bisse

Nur die Larven der Grasmilben beißen. Sie sitzen auf der Spitze von Grashalmen. Wenn Menschen oder Tiere die Grashalme streifen, gelangen die Larven auf den Körper und beißen an einer passenden Stelle zu.

Sie setzen dabei Enzyme frei, die Gewebe auflösen. So können sich die Larven davon ernähren. Die Bisse selbst sind kaum zu spüren, die Enzyme führen aber etwa einen Tag später zu einem starken Juckreiz. Im Gegensatz zu Zecken lösen sich Grasmilben nach ein paar Stunden von selbst wieder vom Körper und übertragen auch keine gefährlichen Krankheiten.

Woran erkennt man Grasmilben-Bisse?

Es handelt sich in der Regel nicht um einzelne Bisse. Meistens treten mehrere Stiche an einer Stelle des Körpers auf. Die Bisse sehen aus wie rote Punkte oder Quaddeln und verursachen einen Juckreiz, der deutlich stärker ist und länger anhält als bei Mückenstichen.

Grasmilben beißen vor allem in die Körperstellen, an denen die Haut dünn und weich ist. Beispielsweise an den Knöcheln, in den Kniekehlen oder in den Ellenbogenbeugen.

Lebensbedingungen von Grasmilben

In Deutschland findet man Grasmilben von März bis Oktober auf den Wiesen. Die Larven, die für die Bisse verantwortlich sind, schlüpfen im Juni und Juli. Grasmilben gibt es nicht überall. In Deutschland sind sie vor allem im Rheinland, in Hessen und in Bayern zu finden, aber auch dort nur in begrenzten Gebieten. Grasmilben mögen Wärme und trockene Wiesen. Wenn man sie einmal im eigenen Garten hat, ist es schwer, sie wieder loszubekommen.

Um zu testen, ob dein Garten befallen ist, kannst du an einem trockenen Sommertag ein Blatt Papier auf den Rasen legen. Bei einem Grasmilbenbefall erkennst du nach einiger Zeit winzige orange-rote Punkte auf dem weißen Untergrund.

Grasmilben-Bissen vorbeugen

Mit diesen Tipps, kannst du Bisse von Grasmilben vermeiden:

  • Setze dein Baby im Sommer nicht ohne Decke auf den Rasen
  • Lass Kinder nicht barfuß im trockenen Gras spielen
  • Stecke die Socken in die Hose deines Babys

Grasmilben bekämpfen

In deinem eigenen Garten kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Wässere den Rasen häufig
  • Mähe den Rasen wöchentlich und entsorge den Rasenschnitt
  • Vertikutiere Rasenflächen mit Moosbewuchs regelmäßig

Grasmilben-Bissen behandeln

Desinfiziere die Grasmilben-Bisse zuerst mit Alkohol. Danach kannst du den Juckreiz mit einem Kühlpad aus der Gefriertruhe oder mit einer kühlenden Salbe lindern.

Zur Behandlung von Grasmilben-Bissen eignen sich in schwereren Fällen auch kortisonhaltige Salben und Antihistaminika. Wenn der Juckreiz länger als eine Woche anhält, ist es sinnvoll, zum Arzt zu gehen.

Wichtig ist es gerade bei Kindern, den Juckreiz schnell zu lindern. Sie dürfen die Bisse auf keinen Fall aufkratzen, sonst kann es zu Entzündungen oder schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung kommen. Wenn sich die Bisse entzündet haben, solltest du mit deinem Kind auf jeden Fall zum Arzt gehen.