Die Windeln des Babys werden gewechselt. Was kann man tun bei Durchfall bei Babys?

Wenn dein Baby Durchfall hat, ist das weder für dich noch für dein Baby angenehm. Vor allen Dingen, weil Babys schnell dehydrieren können. Hier erfährst du alles über die möglichen Ursachen, Beschwerden und wie du deinem Baby helfen kannst.

Was ist Durchfall bei Babys?

Durchfall ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Man spricht von Durchfall, wenn sich dreimal am Tag dünner und wässriger Stuhl in der Windel befindet und Babys häufiger als sonst groß in die Windel machen. Zudem kann Durchfall sehr unangenehm riechen. Das heißt, dass sich Durchfall in Konsistenz, Geruch und Häufigkeit im Vergleich zu normalem Stuhlgang unterscheidet.

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Normalerweise dauert Durchfall bei Babys nur ein paar Tage an und verschwindet dann von allein wieder. Allerdings ist es bei Babys und Kleinkindern wichtig darauf zu achten, dass sie nicht dehydrieren, also genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Weiter unten erfährst du, wie du erkennen kannst, ob dein Baby dehydriert ist und was du dagegen machen kannst.

Ursachen für Durchfall bei Babys

Durchfall wird normalerweise durch Viren im Magen-Darm verursacht. Solche Viren können durch verdorbene Lebensmittel, verschmutztes Wasser oder Kontakt mit infizierten Personen übertragen werden. Zudem überleben die Viren auch für einige Zeit auf Gegenständen und Oberflächen. Wenn dein Baby diese Oberflächen berührt und sich dann die Hand in den Mund steckt (wie es ab dem vierten Entwicklungsschub häufiger der Fall ist), kann es sich schnell anstecken.

Auch Bakterien und Parasiten können eine Darminfektion mit Durchfallsymptomen verursachen. Zudem können auch Viren, die eine Erkältung auslösen, Durchfall bei deinem Baby erzeugen.

Manchmal leiden auch zahnende Babys kurzfristig an Durchfall. Eine weitere mögliche Ursache ist eine Lebensmittelunverträglichkeit gegen Gluten oder Laktose. Eine Unverträglichkeit kannst du daran erkennen, dass der Durchfall deines Babys nicht mehr stoppt oder immer wieder auftritt, wenn es diese Lebensmittel zu sich genommen hat.

Beschwerden bei Babys mit Durchfall

Wenn dein Baby Durchfall hat, können auch andere Beschwerden begleitend auftreten.
Folgende Beschwerden sind möglich:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Schmerzhafte Bauchkrämpfe
  • Sichtbares Unwohlsein
  • Erkältungsbeschwerden

Durchfall und Dehydration bei Babys

Dehydration kann für dein Baby sehr gefährlich werden. Wenn dein Kind mehr als dreimal am Tag wässrigen Durchfall hat, verliert es mehr Flüssigkeit als sonst. Es kann dann sehr schnell zu einer Dehydration kommen. Die Wahrscheinlichkeit einer Dehydration erhöht sich, wenn der Durchfall von Fieber oder Erbrechen begleitet wird.

Glücklicherweise kannst du eine Dehydration bei deinem Baby leicht feststellen.
An den folgenden Symptomen erkennst du, ob dein Baby dehydriert ist:

  • Weniger Urin in der Windel als sonst
  • Dunkle Urinfarbe
  • Ständiger Durst
  • Trockene Lippen und Mundwinkel
  • Eingesunkene Fontanelle
  • Schläfrigkeit oder Lustlosigkeit
  • Ein sehr schneller Herzschlag
  • Tief eingesunkene Augen
  • Wenn du die Haut deines Babys zwischen Daumen und Zeigefinger nimmst und die Falte, die dabei entsteht, für längere Zeit sichtbar bleibt
  • Graue Hautfarbe
  • Kalte Arme und Hände

Babys, die jünger als zwei Jahre alt sind, können bereits innerhalb von 24 Stunden dehydrieren. Bei Kleinkindern über zwei Jahren kann dies innerhalb von ein bis drei Tagen geschehen. Wenn dein Baby gut trinkt, regelmäßig in die Windel uriniert, sabbert und mit Tränen weint, musst du dir allerdings keine Sorgen über eine mögliche Dehydration machen.

Behandlung von Durchfall bei Babys

Gegen Durchfall gibt es für Babys kein bestimmtes Medikament. Die Behandlung konzentriert sich hauptsächlich darauf, eine Dehydration zu verhindern. Bei einer leichten Dehydration ist es vollkommen ausreichend, wenn du deinem Baby genug zu trinken gibst. Wenn du stillst, solltest du dein Baby in kürzeren Abständen anlegen. Deine Muttermilch enthält die für dein Baby perfekte Mischung aus Flüssigkeit und Elektrolyten.

Für ältere Kinder sind Apfelschorle und ungesüßte Tees zu empfehlen. Es gibt auch mit Elektrolyten angereicherte Pulver oder Brausetabletten. Allerdings werden diese von Kindern nicht so gerne getrunken. Frage am besten deinen Kinderarzt, welche Art von Flüssigkeit für dein Kind altersgerecht ist.

Durchfall bei Babys: Wann zum Arzt?

Normalerweise verschwindet Durchfall nach etwa 2 Wochen von selbst. Wenn du dir dennoch Sorgen machst oder unsicher bist, solltest du deinen Kinderarzt um Rat fragen.

Bei den folgenden Symptomen solltest du unbedingt zu deinem Kinderarzt gehen:

  • Anzeichen einer Dehydration (siehe oben)
  • Dein Baby behält keine Nahrung oder Flüssigkeit bei sich
  • Dein Baby hat alle zwei bis drei Stunden wässrigen Stuhlgang
  • Im Stuhl deines Babys befindet sich Blut oder Schleim
  • Dein Baby ist ungewohnt schläfrig und wirkt apathisch
  • Dein Baby hört nicht mehr auf zu weinen
  • Dein Baby hat einen Tag lang nicht uriniert

Tipps gegen Durchfall und Dehydration bei Babys

Natürlich möchtest du die Beschwerden deines Babys lindern. Hier haben wir die besten Tipps für dich zusammengestellt:

  • Zusätzliche Flüssigkeit: Achte darauf, dass dein Baby ausreichend trinkt. Wenn dein Baby nicht so viel auf einmal trinken möchte, kannst du auch alle 15 Minuten ein paar kleine Schlucke zu trinken geben. Wenn du stillst, ist es hilfreich dein Baby öfter anzulegen.
  • Flüssigkeit in Form von Eis: Wenn dein Baby etwas älter ist und nicht trinken will, kannst du auch Wassereis wie zum Beispiel selbstgemachtes Eis aus Obst als Alternative anbieten. Das funktioniert oft besser und dein Baby bekommt so die nötige Flüssigkeit.
  • Verdünnte Milch: Wenn dein Baby keine Milch trinken will, kannst du versuchen, ob es verdünnte Milch oder lauwarmes Wasser besser annimmt.
  • Erzwinge die Nahrungsaufnahme nicht: Wenn dein Baby ein paar Tage weniger als sonst isst, ist das nicht allzu schlimm. Für dein Baby kann es unangenehm werden, wenn du die Nahrungsaufnahme erzwingst, denn dann kann es mit Erbrechen reagieren.
  • Gute Hygiene: Achte auf eine gute Hygiene und wasche dir regelmäßig die Hände. Dies ist vor allem wichtig, wenn du von draußen kommst, auf der Toilette warst oder die Windeln wechselst.
  • Extra Pflege für den Babypo: Der häufige Stuhlgang kann die Haut deines Babys irritieren. Mit einer zinkhaltigen Creme kannst du die zarte Babyhaut schützen und zudem Windelausschlag verhindern.