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Hitzepickel, auch Schweißfriesel genannt, sind für Babys vor allem im Sommer ein häufiges Problem. Denn bei Babys und Kleinkindern tritt diese Form von Ausschlag häufiger auf als bei Erwachsenen. Was Hitzepickel sind und wie du vermeiden kannst, dass dein Baby welche bekommt, erklären wir hier.

Was sind Hitzepickel?

Hitzepickel werden in der Fachsprache Miliaria genannt. Bei diesem Hautausschlag entstehen kleine Pickel oder auch Bläschen. Die Pickel sind 1 bis 2 mm groß und meist durchsichtig oder rötlich. Häufig jucken die vom Ausschlag betroffenen Stellen stark.

Meistens treten Hitzepickel an Körperstellen auf, die von Kleidung bedeckt sind. Dazu zählen unter anderem der Rücken und Bauch. Zudem sprießen die kleinen Pickelchen gerne im Windelbereich und zwischen den Hautfalten. Hitzepickel sind generell harmlos und der Ausschlag bedarf normalerweise keiner medizinischen Behandlung, dennoch können sie ganz schön lästig für dein Baby sein.

Ursache und Entstehung von Hitzepickeln

Die Schweißdrüsen, die sich tief in der Haut befinden, sind durch kleine Kanäle mit den Poren an der Hautoberfläche verbunden. Wenn die Schweißdrüsen Schweiß produzieren, wird dieser durch die Kanäle an die Hautoberfläche transportiert. Dadurch kann sich die Haut abkühlen. Bei Hitze arbeiten Schweißdrüsen, besonders stark und produzieren vermehrt Schweiß.

Durch eine erhöhte Schweißproduktion können die Poren verstopfen. Wenn die Haut allerdings den Überschuss an Wärme nicht abtransportieren kann, irritiert der salzige Schweiß die Haut. Das kann zu Hautausschlag und Entzündungen führen. Dieser wird dann in Form von kleinen Pickelchen oder Blasen sichtbar. Meist ist der Ausschlag auf zu warme, enge oder luftundurchlässige Kleidung zurückzuführen.

Nicht jeder reagiert auf übermäßige Schweißproduktion mit Hitzepickel. Doch gerade Babys und Kleinkinder neigen häufig zu dem Ausschlag, da ihre Poren noch sehr klein sind und darum schneller verstopfen. Die Pickel werden durch einen Hitzestau verursacht und treten sowohl im Sommer als auch im Winter auf. Auch Fieber kann zu Hitzepickeln führen.

Hitzepickel entstehen nicht, wie oft vermutet, durch zu hohe UV-Einstrahlung und haben daher nichts mit einer Sonnenallergie gemeinsam.

Varianten von Hitzepickeln

In der Medizin wird zwischen vier verschiedenen Arten von Hitzepickeln unterschieden

  • Miliaria Cristallina: Die Miliaria Cristallina entstehen durch eine oberflächliche Verstopfung der Schweißkanäle und treten als Reaktion auf den Hitzestau auf. Sie verschwinden meist nach ein paar Stunden wieder. Die kleinen juckenden oder auch brennenden Blasen lassen sich gut mit kühlenden Tüchern oder nassen Kompressen behandeln.
  • Miliaria Rubra: Diese Variante entsteht durch verstopfte Poren in den tieferliegenden Schweißdrüsen. Die Haut ist häufig leicht geschwollen und entzündet. Von dieser Variante sind häufig Babys und Kleinkinder betroffen. Diese Art Hitzepickel werden auch ‘prickly heat’ genannt und meistens jucken sie sehr stark.
  • Miliaria Profunda: Diese Art von Hitzeausschlag ist auf eine tiefliegende Verstopfung zurückzuführen. Schweiß aus den Drüsen und Kanälen gelangt in die Haut, was zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion führt. Diese Variante ist sehr schmerzhaft und mit starkem Juckreiz verbunden.
  • Miliaria Pustulosa: Diese Variante ist eine Komplikation der Miliaria Profunda und entsteht, wenn die Hitzepickel mit Bakterien in Berührung geraten. In den Pickeln bildet sich Eiter. Oftmals sind diese Hitzepickel schmerzhaft und jucken stark.

Hitzepickel behandeln

Normalerweise sind Hitzepickel harmlos und müssen nicht medizinisch behandelt werden. Sollten die Hitzepickel jedoch nach ein paar Tagen nicht verschwunden sein, oder es kommt Fieber hinzu, ist der Besuch beim Kinderarzt ratsam. Dieser kann, je nach Diagnose, eine entzündungshemmende Salbe oder ein Antibiotikum verschreiben.

Um den Juckreiz zu lindern, können kühlende Gels, Zinksalbe oder Kieselerde verwendet werden. Fettige oder feuchtigkeitsspendende Cremes sollten vermieden werden, da diese die Poren zusätzlich verstopfen.

Tipps, um Hitzepickel zu vermeiden

Hitzepickel können deinem Baby ganz schön zu schaffen machen. Hier findest du einige Tipps, um die Pickelchen zu vermeiden und Beschwerden zu lindern.

  • Luftdurchlässige Kleidung: Vermeide zu enge Kleidung aus Kunstfasern, die auf der Haut reiben. Auch Wollkleidung ist nicht zu empfehlen, da dein damit Baby schnell zu schwitzen anfängt. Leichte und luftige Stoffe aus Baumwolle oder Leinen sind vor allem bei höheren Temperaturen ideal.
  • Reichlich Flüssigkeit: Gerade bei hohen Temperaturen ist es wichtig, dass dein Baby ausreichend trinkt. Regelmäßiges Stillen, Fläschchen geben, Wasser und ungesüßte Tees eignen sich sehr gut, um den Durst deines Babys zu stillen.
  • Hitze vermeiden: Warme Temperaturen können deinem Baby ganz schön zu schaffen machen. Versuche Hitze zu vermeiden und halte dich mit deinem Baby in gut temperierten Räumen oder im Schatten auf. Ein Sonnenhut und Sonnenschirm schützen dein Baby ebenfalls vor direkter Sonneneinstrahlung. Auch lange Autofahrten sollten vermieden werden. Die Luft im Auto ist meist stickig. Zudem befindet sich auf Autositzen oftmals synthetischer Stoff, der dein Baby zusätzlich schwitzen lässt.
  • Kurze Nägel: Achte darauf, dass die Nägel deines Babys nicht zu lang und scharfkantig sind. So kann vermieden werden, dass beim Kratzen Bakterien in die Hitzepickel gelangen.
  • Ohne Seife baden: Beim Baden deines Babys solltest du am besten auf Seife und parfümierte Produkte verzichten, da die Haut dadurch irritiert werden kann.
  • Überprüfe die Körpertemperatur regelmäßig: Achte auf die Körpertemperatur deines Babys. Am besten fühlst du ab und zu im Nacken deines Babys, ob es sich zu warm anfühlt oder schwitzt. Dies sind erste Anzeichen dafür, dass es deinem Baby zu warm ist.